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Ausgabedatum: 28.12.2003 |
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Film: |
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Story: |
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Musik: |
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Schauspieler: |
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Regie: Ravi Chopra Fazit: Die Story Er und seine Frau leben in einem gemieteten Haus und haben keine Rupie gespart, sondern das Geld immer in ihre Kinder investiert. Ihr Zukunftsplan ist, im Alter bei den Kindern zu wohnen. Dieser Wunsch überrascht die Kinder so sehr, dass sie sprachlos sind. Denn keiner von ihnen wollen die Eltern aufnehmen. Sie wohnen alle in der Großstadt, alle arbeiten, und die Schwiegertöchter beklagen sich, dass sie keine Lust haben, nach der Arbeit auch noch ihre Schwiegereltern zu versorgen. Also beschließen sie, den Eltern zu sagen, dass immer nur einer von beiden bei einem Sohn für 6 Monate leben kann, dann wird gewechselt. Die Idee dahinter ist, dass sie davon ausgehen, dass ihre unzertrennlichen Eltern diesen Vorschlag ablehnen werden. Aber da haben sie sich getäuscht. Die Eltern sagen, schweren Herzens, zu. Die Trennung ist schwer für beide, und sie werden von den Söhnen und Schwiegertöchtern schlecht behandelt. Nur der kleine Raul, der Enkel, steht zu seinem Großvater. Und die Enkelin Payal (Rimi Sen) steht zu ihrer Großmutter, als diese sie vor ihrem Freund rettet, der sie vergewaltigen will (der junge Mann, der gerade das Mädchen belästigt, bekommt weiche Knie als die Großmutter auftaucht...). Raj findet in einem Kaffeehausbesitzer und seiner Frau wahre Freunde, die sich um ihn kümmern. Dort verbringt er viel Zeit, schreibt Briefe an seine Frau und ein Buch. Als Raj und Pooja nach den 6 Monaten den Wohnsitz wechseln, treffen sie sich am Bahnhof und verbringen einen schönen Tag miteinander und beschließen, dass sie zusammenbleiben. Beim Betrachten eines Autos treffen sie Alok wieder, der aus dem Ausland zurückgekommen ist. Raj und Pooja haben Alok adoptiert und ihm die Schulausbildung geschenkt. Er hat es gut genutzt und ist nun ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er und Arpitha nehmen die beiden herzlichst auf und bitten sie, bei sich zu bleiben. Zu gleicher Zeit warten die Söhne auf die Eltern und sind sauer, statt sich Sorgen zu machen. Raj und Pooja, die von den Demütigungen ihrer Kinder genug haben, geniessen die Liebe von Alok und Arpitha. Dann wird das Buch von Raj ein Megaerfolg, und er verdient eine Menge Geld. Als jetzt die Söhne versuchen, sich wieder den Eltern zu nähern, weisen beide sie ab. Nur den loyalen Enkeln gegenüber verhalten sie sich wie liebende Großeltern. Fehlbesetzungen Die Söhne sind farblos, die Schwiegertöchter machen alle immer das gleiche Gesicht. So verliert man schnell die Übersicht, wer wer ist. Auch sieht z.B. die eine Schwiegertochter eher wie die gleichaltrige Schwester ihrer Tochter aus. Hat man beim Casting geschlafen? Nervige Product-Placements und schlechtes Drehbuch Aber diese Placements sind heute ja Gang und Gebe, was diesen Film aber die Klasse nimmt, ist das Drehbuch. Ravi Chopra hatte den Film vor 30 Jahren geplant, damals mit Dilip Kumar in der Hauptrolle, hat aber erst jetzt den Film gedreht. Leider hat er vergessen, die Story etwas den aktuellen Zeiten anzupassen. Ideen, die damals normal waren, wirken heute etwas antiquiert. Das Eltern nicht für ihre eigene Zukunft vorsorgen, sondern sich vollständig auf ihre Söhne verlassen, ist etwas zu altmodisch für die Gesellschaftsklasse, die dargestellt wird. Auch ist das System der Großfamilie immer schwieriger in einer Arbeitswelt aufrechtzuerhalten, wo man bereit sein muss, ständig seinen Standort zu wechseln. Statt das Problem dieses Systems darzustellen, werden die Söhne und ihre Frauen völlig schwarz gemalt: herzlos, geldgierig, egoistisch. Die Eltern sind rein, gut, halt gottähnlich, die ihren Tribut fordern für die Erziehung und Liebe, die sie ihren Kindern haben zukommen lassen. Alok und seine Frau dagegen sind zu gut, um wahr zu sein. Im Ganzen erinnert der Film an eine Soap Opera, wo nur schwarz und weiß Platz haben. Hätte der Regisseur nur einen Sohn und eine Ehefrau genommen und gegenseitiges Verständnis für das Verhalten der Eltern und der Kinder vermittelt, hätte dieser Film richtiggehend Tiefsinn bekommen. Vielleicht hätte man die Familie sogar am Ende zusammenführen können, aber jede Seite etwas weiser und toleranter, die Ansichten der Anderen akzeptierend. Der Newsletter meint:
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