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Ausgabedatum: 01.12.2002 |
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Shashi Taroor - "Aufruhr - eine Liebesgeschichte"
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Inhalt : "Ich würde gerne einen Roman schreiben, ..., der sich nicht wie ein Roman liest. Romane sind meist zu einfach strukturiert - sie erzählen eine Geschichte in linearer Abfolge, von Anfang bis Ende. Ich würde es anders machen. ... Was ich meine, ist ein Roman, den du auf jeder beliebigen Seite aufschlagen und lesen kannst. Du nimmst Dir Kapitel 23 vor und Du bekommst einen Handlungsstrang. Dann blätterst Du weiter zu Kapitel 37 oder zurück zu Kapitel 16 und hast einen anderen Strang vor dir. Und sie sind alle miteinander verwoben, aber du siehst die Verbindungen immer anders, je nachdem, in welcher Reihenfolge du sie liest ...", so Lakshman einer der Protagonisten des Romans. Und das, was Lakshman gerne tun würde, hat Tharoor getan: Er beschreibt die Liebesgeschichte zwischen Priscilla und Lakshman. Er schildert aber ebenso die Lebenssituation indischer Frauen. Und er beschäftigt sich mit den Differenzen zwischen den verschiedenen Religionsgruppen, die schließlich zu schweren Auseinandersetzungen führen. Er unterrichtet den Leser in indischer Gegenwartsgeschichte, und er verfolgt die Aufklärung eines Mordes. Über Zeitungsberichte und Gesprächsaufzeichnungen, Tagebucheinträge und Briefe füllt Tharoor nach und nach die Steinchen eines Mosaiks. Er verfolgt verschiedenste Handlungsstränge grundsätzlich in willkürlicher Reihenfolge lesbar - die ihre Verbindung in der Person Priscillas haben. Fazit: Ein Roman, dessen Aufbau im ersten Moment und auf den ersten Seiten gewöhnungsbedürftig ist, der hierdurch aber auch durch Intensität beeindruckt. Und ein Roman, der auch einem nicht sehr informierten Leser wesentliche Einblicke in eine schwierige Zeit religiöser Auseinandersetzungen und deren Hintergründe gibt. Ein Buch, das zu lesen lohnt. Info |
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