|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Ausgabedatum: 28.12.2003 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Merle Kröger - Cut
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Inhalt : Madita, die "Tocher" norddeutscher Eltern, ist jung und sie weiß noch nicht wirklich, was sie vom Leben will. So passt es auch, dass sie sich als sie ihren Traum, als Kinobesitzer Geld zu verdienen, aufgeben muss, - auf den Vorschlag ihres Freundes Nick einlässt, zukünftig als Privatdetektiv die Brötchen zu verdienen. Und es passt auch, dass Madita selbst den ersten "Übungsfall" liefert und zwar in Form der Frage ihrer Herkunft. Die zeigt sich in ihrem Gesicht, denn Maditas Vater ist nicht norddeutsch, sondern indisch. Mehr über ihren biologischen Vater weiß Madita hingegen nicht: ihre Mutter lebt seit langem in einer psychotischen Traumwelt und ihr norddeutscher Ziehvater ganz dem Klischee entsprechend ist nicht wirklich gesprächig. Der Beginn der Ermittlungen in eigener Sache ist damit auch schwierig und ohne wirklich konkrete Ansatzpunkte. Doch schnell findet sich der richtige Weg, der schließlich in ein dunkles Kapitel deutsch-indischer Geschichte führt, dasnur wenigen bekannt sein dürfte. Bewertung: Ansonsten jedoch fällt es mir schwer, ein Urteil abzugeben. Sicherlich lässt der Roman NICHT den "Hamburger Alltag und Bombays Traumfabrik "Bollywood fulminant aufeinander prallen", so wie es auf dem Klappentext heißt. Denn die indische Traumwelt "Bollywoods" ist zwar Bestandteil des Handlungsstrangs, nimmt aber keine so bedeutende Rolle ein, als dass die Handlung ein wenig angepasst nicht auch in Hollywood spielen könnte. Zudem lassen mich die sehr kurzen und sprunghaften Szenenwechsel gerade am Anfang längere Zeit im Unklaren darüber, worum es überhaupt geht. Anders als vielleicht von Kröger gewollt, führt dies auch nicht dazu, die Spannung bei mir aufzubauen im Gegenteil: zwischenzeitlich bin ich so verwirrt, dass ich versucht bin, das Buch zur Seite zu legen. Der Leser möge sich selbst ein Urteil bilden. Ich vergebe als Wertung "mittelmässig" und übe dennoch nicht den "totalen Verriss", da ich mir immerhin noch unsicher bin, ob die von mir aufgezeigten "Mängel" des Buches nicht doch das Resultat einer unkonzentrierten nächtlichen Lektüre meinerseits ist. Info |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Fragen oder Kommentare zu dieser Web-Seite an: webmaster@indien-newsletter.de
|
||