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Ausgabedatum: 19.12.2001 |
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Inhalt : Birma 1885 - der 12-jährige Rajkumar, ein indischer Waisenjunge, erlebt eine schicksalhafte Begegnung mit Dolly, die im sagenunwobenen "Glaspalast" als Kindermädchen arbeitet. Er verliebt sich in sie und kann fortan nur an eines denken: sie wiederzusehen. Doch vorerst trennen sich ihre Wege. Rajkumar wird ein erfolgreicher Teakholz-Händler. Eines Tages verschlägt es ihn nach Ratnagiri, dem indischen Exil der birmesischen Königsfamilie, und dort begegnet er seiner Jugendliebe Dolly wieder. Eine Generationen-umspannende Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang. Mit Dollys und Rajkumars Söhnen geht die Familiensaga in die nächste Generation. Immer stärkt wird deren Geschichte durch die brisante Entwicklung des indischen Subkontinents geprägt. Amitav Ghosh beschreibt den "schmerzhaften" Prozess der Dekolonialisierung und des Unabhängigkeitskampfes anhand mehrerer Protagonisten in lebendiger Form. Zum Beispiel ist da die Inderin Uma, Dollys charismatische Freundin, die ihr Leben dem indischen Unabhängigkeitskampf verschrieben hat. Ähnlich beispielhaft ist das Schicksal von Dollys Neffen Arjun, einem Offiziersanwärter bei der britischen Armee, dem die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs die Augen über seine Kolonialherren öffnen. Nicht alle Figuren werden die Ereignisse überleben, doch einige begleiten den Leser bis in die heutige Zeit. So auch Dinu, Rajkumars Sohn, der 1996 Besuch von seiner Nichte Jaya bekommt. Sie erzählt ihm, was aus Rajkumar und Dolly, aus Uma und Arjun geworden ist.... Fazit: Von seinem märchenhaften Beginn, über die realistischen Schilderungen vom Unabhängigkeitskampf bis hin zu dem melancholischen Epilog aus der heutigen Zeit: Der Glaspalast ist eine Familiensaga mit zahlreichen Figuren und Episoden und vermittelt die hierzulande weitgehend unbekannte Geschichte Birmas unterhaltsam, spannend und mit viel Gefühl. Info |
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