Indien-Newsletter
.de

Das deutsche Indien-Magazin im Internet

Top-Aktuell

Politik-News

Wirtschafts-News

Entertainment

Boulevard / Sport

Cinema

Bücherwurm

Essen & Trinken

Gastro-Guide

Rezepte

Termine

Links

Wir über uns

Impressum

Archiv

Suche

Ausgabedatum: 21.02.2001

Meena Kumari

Berlin-Prenzlauer Berg

Meena Kumari -

"Marianne Rosenberg auf indisch"

Essen:

Atmosphäre:

Service:

Preis/Leistung:

Die Atmosphäre:
Bei der Namensgebung zeichnen sich viele indische Restaurants nicht gerade durch Originalität aus. Besonders beliebt sind Kohinoor (gibt's fast in jeder Stadt) oder Städtenamen wie Delhi oder Bombay Palace. Da klingt doch Meena Kumari ganz anderes, fast poetisch. Was wir wußten: Meena Kumari war eine berühmte indische Schauspielerin in den 50er Jahren. Was wir nicht wußten: Meena Kumari ist heute die "Marianne Rosenberg" der indischen Schwulen-Bewegung. Dementsprechend sind Homesexuelle für das Meena Kumari eine wichtige Zielgruppe. Als wir das Restaurant besuchten, an einem Freitag abend, war das zumeist jugendliche Publikum bunt gemischt. Die Inneneinrichtung wurde nach dem Grundsatz "wenig ist oft mehr" ausgesucht, wobei es durchaus etwas "mehr" sein könnte. Lediglich zwei Bilder zieren die Wände, rustikale Holz-Tische und -Stühle lassen ein wohliges Empfinden nicht aufkommen. Macht uns jedoch nichts aus, denn wir sind mit der gesamten Newsletter-Crew gekommen und gut drauf.

Das Essen:
Die Stimmung steigt noch, denn gleich nachdem wir uns gesetzt haben, bekommen wir einen Mangolikör zur Begrüßung serviert. Als Vorspeise entscheiden wir uns für einen Samosa-Teller (indische Gemüse-Pasteten für 9 DM). Die Portion reicht auch für gute Esser. Die Füllung und die Saucen (besonders die Tamarinde) sind lecker; dem Teig merkt man aber an, daß das Samosa in der Friteuse gemacht wurde. Dafür gibt es Punkteabzug. Die Hauptspeisen dagegen überzeugen ohne Einschränkung. Der Palak Paneer (Spinat mit Rahmkäse für 11 DM) ist ausgezeichnet. Der Rahmkäse schmeckt wie selbstgemacht, der Spinat ist nicht zu dünnflüssig: so wie es sein sollte. Vorzüglich auch Mutton Saag (Lamm mit Spinat für 11 DM) und Chicken Do Piaza (Hähnchen mit Saffran und Joghurtsauce für 13 DM). Etwas zu meckern gibt es höchstens beim Naan, das uns zu ölig ist. Trotzdem: der Koch versteht sein Handwerk und wir sind sehr zufrieden.

Service und Preis-/Leistungsverhältnis:
Die Bedienung ist sehr freundlich und aufmerksam. Die Zeitabstände zwischen Vor- und Hauptspeise sind ausreichend bemessen und reichen auch für eine Zigarettenpause. Als die Rechnung kommt, gibt es weder eine böse noch eine positive Überraschung. Preislich war das Essen okay, aber für eine höhere Wertung reicht es noch nicht.

Fazit: für einen romantischen Abend zu zweit eignet sich das Meena Kumari nicht. Aber für alle anderen Gelegenheiten lohnt das Meena Kumari: gutes indisches Essen zu einem vergleichsweise vernünftigen Preis. (jn)

Infos:
Meena Kumari / Lychener Str. 9, 10437 Berlin / Tel.: 030 / 44 05 25 45 / tägl. 17 ­ 24.00 Uhr, So. ab 12.00 Uhr.

Zurück zur Startseite

Fragen oder Kommentare zu dieser Web-Seite an: webmaster@indien-newsletter.de
Copyright 2000 Indien-Newsletter