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Ausgabedatum: 21.11.2001 |
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Newsletter Special: Südasien nach dem Terroranschlag Hintergrund-Artikel |
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"Ihr Inderlein kommet" - Der Kanzler in Indien Die Perspektiven lassen jedes deutsche Manager-Herz höher schlagen: ein riesiger Absatzmarkt für Qualitätsprodukte "made in Germany" und ein schier unerschöpfliches Arbeitskräftereservoir aus gut ausgebildeten IT-Fachkräften. Das sieht auch Bundeskanzler Schröder so und machte sich mit 47 hochrangigen Managern - darunter Siemens-Chef Pierer und Bahn-Boss Mehdorn - auf die lange Reise nach Indien. Der erste Besuch eines Bundeskanzlers nach 8 Jahren war schon seit langem geplant, bekam jedoch durch die Ereignisse in Afghanistan auch eine weltpolitische Bedeutung (s. auch Newsletter-Artikel "Schröder in Pakistan"). Genug Potenzial für Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen Das deutsch-indische Handelsvolumen liegt mit 8,2 Mrd. DM pro Jahr unter dem zwischen Indien und anderen EU-Staaten. In den ersten 6 Monaten 2001 fiel die Wachstumsrate indischer Exporte nach Deutschland auf 6 % (gegenüber 14,5 % im Jahr 2000). Deutschland ist der zweitgrößte Handelspartner für Indien. Umgekehrt jedoch beträgt der Anteil Indiens an Deutschlands Gesamthandel bescheidene 0,4 %. Indische IT-Fachkräfte umworben Bild: Kanzler Schröder und der indische Premier Vajpayee (TheNewsPaperToday.com)
"Anwalt der Entwicklungsländer" Umstrittene Infrastruktur-Projekte Indien über Kaschmir-Äußerung verstimmt Der Bundeskanzler verstimmte die indische Regierung aber mit der Aufforderung, den Dialog mit Pakistan um den Kaschmir-Konflikt wiederaufzunehmen (s. auch Newsletter-Artikel "Kashmir"). In der indischen Presse stieß dies teilweise auf Befremden, da die indische Regierung den Standpunkt vertritt, daß ein Dialog so lange ausgesetzt bleiben müsse, bis Pakistan mit den Feindseligkeiten an der Grenze aufhört. Gleichzeitig erklärte Innenminister Otto Schilly jedoch, daß der internationale Kampf gegen den Terrorismus auch den indischen Teil von Kaschmir einschließe - eine Forderung, die Indien schon seit dem 11. September erhebt. So waren am Ende der Besuchsreise alle wieder glücklich. Der indische Premierminister Vajpayee bezeichnete den Besuch Schröders als Meilenstein in den Beziehungen zwischen beiden Ländern. Der Bundeskanzler sprach von einem großen Erfolg der gegenseitigen Konsultationen und befürwortete eine Intensivierung des bilateralen Dialogs. Künftig wollen sich die Regierungschefs beider Länder jährlich treffen, Schröder lud Vajpayee für 2002 nach Berlin ein. |
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